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Behindertenbeauftragter der Stadt Kaiserslautern



Ein Portrait über den Behindertenbeauftragten der Stadt Kaiserslautern, Hans-Peter Wildt

Seit 1981 setzt sich Hans-Peter Wildt bei der Stadtverwaltung Kaiserslautern für die Belange von Menschen mit Behinderungen ein. Hierbei spricht er jährlich mit über 3000 Hilfesuchenden und gibt Beratung zu allen behindertenspezifischen Anliegen - telefonisch wie auch persönlich vor Ort. Der 52-Jährige steckt voller Tatendrang und die Liste seiner Erfolge scheint scheinbar endlos zu sein.

 

„Mein Anliegen ist, die Sonderstellung von Menschen mit Behinderungen immer mehr abzubauen“, erklärt Wildt. Dies ginge jedoch nur, wenn eine barrierefreie Gestaltung der Umwelt eine Selbstverständlichkeit sei. Zudem müssen Berührungsängste abgebaut werden. Dies funktioniere am Besten durch gemeinsame Aktionen und Aufklärungsarbeit. Ziel seiner Arbeit ist es, die Bildung von Netzwerken durch Einzelbetreuung und den Ausbau von Selbsthilfegruppen zu fördern und Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Im Zuge dessen gelang dem Behindertenbeauftragten die Einrichtung und Abwicklung eines Fahrdienstes, die Umsetzung einer barrierefreien Stadtverwaltung, die Publikation eines gemeinsam erarbeiteten Stadtführers für und von Menschen mit Behinderungen, die Gründung von Arbeitskreisen zur Kriminalprävention sowie die Organisation von Selbstverteidigungs- und Selbstbehauptungskurse für Jugendliche mit einem Handicap.

 

Auch die Integration behinderter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer liegt Wildt am Herzen. So setzt er sich in der Stadtverwaltung für die Beschäftigung von körperlich und geistig behinderten Menschen ein. Die Stadt Kaiserslautern erfüllt seit Jahren die Beschäftigungsquote für Menschen mit Behinderungen, wofür sie 2003 den Landespreis für beispielhafte Beschäftigung erhielt.

 

Trotz vieler erreichter Ziele gibt sich Hans-Peter Wildt längst nicht zufrieden. Vielmehr sieht er weiteren Handlungsbedarf darin, gemeinsam mit seinem Team, erweitert auf zehn zusätzliche Stellen, über 30 Einzelprojekte aufzugreifen, Lösungsvorschläge zu erarbeiten und in den entscheidenden Gremien zur Entscheidung zu bringen. „Die Projekte umfassen soziale, bauliche und touristische Themen. Daneben wird der Internetauftritt weiter ausgebaut und vieles mehr. Barrieren müssen erkannt, benannt und abgebaut werden“, macht Wildt deutlich. Nur so kann es Menschen mit einer Behinderung erleichtert werden, so unabhängig wie möglich zu leben.