Vielfältige Hilfestellungen für Menschen mit Behinderung - Ein Portrait über Gerd Kaufeld, Behindertenbeauftragter der Stadt Zweibrücken
Seit nunmehr 18 Jahren engagiert sich Gerd Kaufeld für die Belange behinderter Menschen. Als Behindertenbeauftragter der Stadt Zweibrücken berät und unterstützt er Hilfesuchende bei ihren Anliegen. Hierbei sind seine Aufgaben sehr vielschichtig. Im Rahmen der täglichen Sprechzeiten bearbeitet er jährlich etwa 300 Anträge auf Anerkennung der Behinderung oder Widersprüche nach SGB IX. Begleitend hierzu werden die Hilfesuchenden intensiv darüber beraten, inwieweit Nachteilsausgleiche in Anspruch genommen und Hilfen bei den verschiedenen Leistungsträgern beantragt werden können.
Gerd Kaufeld hilft im Rahmen seiner Sprechstunden auch behinderten Menschen auf der Suche nach Arbeit und ist behilflich bei der Erstellung von Bewerbungsschreiben. In Einzelfällen sucht er besonders mobilitätseingeschränkte Menschen auch zu Hause auf. Auch setzt er sich als Vertrauensmann der schwerbehinderten Verwaltungsmitarbeiter dafür ein, dass bei Stellenbesetzungen behinderte Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden. „Für unsere behinderten Mitbürgerinnen und Mitbürger ebenso wie für die Verwaltung ist es ein großer Vorteil, dass uns Herr Kaufeld mit seinen Erfahrungen und Kenntnissen zur Verfügung steht“, würdigt Oberbürgermeister Prof. Dr. Helmut Reichling das Engagement seines Behindertenbeauftragten.
Seit Amtsantritt wirke Gerd Kaufeld darauf hin, dass bei Renovierungs-, Umbau- und Neubaumaßnahmen öffentlicher Gebäude, insbesondere Schulen, die Barrierefreiheit beachtet wird, so Oberbürgermeister Reichling weiter. Zum Beispiel konnte der seit Jahren geplante Umbau der denkmalgeschützten Festhalle, ebenso wie das Eingangsgebäude des Rosengartens, abgeschlossen werden. In diesen Gebäuden wurde - erstmals in Zweibrücken - ein taktiles Leitsystem für blinde und sehbehinderte Menschen integriert. Über das Netzwerk der kommunalen Behindertenbeauftragten sowie das Zentrum für Selbstbestimmtes Leben (ZSL) in Mainz fanden Ortsbegehungen der Mainzer Fußgängerzone statt, um vorab die Funktionalität des so genannten „Mainzer Models“ zu prüfen. Auch mit der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Zweibrücken befindet sich Gerd Kaufeld in regem Kontakt, um die Schaffung barrierefreien Wohnraums zu forcieren. Die Notwendigkeit der Herstellung von Barrierefreiheit und Teilhabe behinderter Menschen am Leben in der Gesellschaft wird durch diese und andere Aktionen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.
Gerd Kaufeld hat zu allen für behinderte Menschen wichtigen Stellen in Zweibrücken Kontakt und unterstützt auch die Arbeitsgruppe „Barrierefreie Stadt“. Im Jahr 2008 erhielt er den dritten Preis für besonderes Engagement kommunaler Behindertenbeauftragter und –beiräte. Diese Auszeichnung wird alle zwei Jahre vom rheinland-pfälzischen Landesbehindertenbeauftragten vergeben.


